Spuren indischer Philosophie bei Basilides – Basilides referiert Sāṃkhya

Dass der frühchristliche Häretiker Basilides durch indische Philosophie beeinflusst worden sein könnte, wurde bereits im 19. Jahrhundert von einigen Wissenschaftlern vermutet. Meist waren es Indologen, die die These vertraten, nur wenige Theologen, wie z.B. Justus L. Jacobi, schlossen sich ihnen an. In dem Gnosis-Artikel der zweiten Auflage der Protestantischen Realenzyklopädie – eine bemerkenswert klare, bis heute lesenswerte Darstellung des basilidianischen Systems – geht Jacobi der Herkunft der Bezeichnung Gottes als des „Nichtseienden“ bei Basilides nach. Einen Zusammenhang mit Philo will Jacobi nicht ausschließen, aber noch wahrscheinlicher erscheint ihm, „dass die buddhistische Idee des Nirwana von ihm aufgenommen ist … Von der Verbindung Indiens mit Ägypten und Vorderasien finden wir im 2. u. 3. Jahrhundert so viele Spuren, dass der Einfluss des Buddhismus ohne historische Schwierigkeiten angenommen werden darf.“

Die These wurde auch von Helena Blavatsky und ihrer theosophischen Gesellschaft aufgegriffen. Blavatsky sah darin eine Bestätigung für ihre Theorie einer indischen Beeinflussung der frühchristlichen Gnosis.                        WEITERLESEN

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1 Kommentar

  1. Ich gehe bei Herrn Ger.menzel leider von einer in Internetforen öfters verbreiteten Spezies aus….
    Bitte löschen. Danke Herr Detering….schade dass es solche Postings gibt.

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