Das Erbe des Heidentums

9783828835610_1Harald Specht: Das Erbe des Heidentums – Quellen des christlichen Abendlands
ISBN 978-3-8288-3561-0 – 700 Seiten, Paperback – Tectum Verlag 2015

Ausgehend von einem rätselhaften Gemälde der Renaissance-Zeit nimmt Harald Specht seine Leser mit auf eine Reise durch die Jahrtausende der Religionsgeschichte. Vor dem Hintergrund der antiken Religion und Philosophie, der Mythen, Mysterienkulte und esoterischen Geheimlehren zeichnet der Autor ein anderes, ungewohntes Bild auch der Anfänge der christlichen Religion.

In seinem über 600 Seiten starken Buch gelingt es dem Autor, alle Zweifel auszuräumen: Der bis heute anhaltende Eindruck der Einzigartigkeit und Unvergleichlichkeit des Christentums verdankt sich einer geschickten, groß angelegten Geschichtsfälschung. Überzeugen kann die herkömmliche, kirchlich abgesegnete Geschichtsschreibung nur denjenigen, der die historischen Anfänge des Christentums isoliert betrachtet, sich also für die Religion der Antike nicht weiter interessiert, und die Historizität Jesu immer schon dogmatisch voraussetzt.

Anders als die Theologie setzt Specht deshalb nicht bei einem übermenschlichen Wanderprediger des 1. Jahrhunderts an, sondern bei dem religiösen und geistesgeschichtlichen Hintergrund des Christentums, ohne dessen Kenntnis sich die religiöse Situation der ersten beiden Jahrhunderte gar nicht verstehen lässt. Der Leser erfährt von der bunten und verwirrenden Vielfalt der heidnischen Religion, von den Mysterienkulten um Isis und Mithras und vor allem von der überragenden Bedeutung astrologischer und kosmologischer Zusammenhänge im Altertum.

Für die christliche Kirche und Theologie stellt diese Welt bis heute nur die Kulisse, den dunklen Hintergrund der einzigartigen Offenbarung einer historischen Menschwerdung Gottes dar. Dieser im Christentum schon früh angelegte Fundamentalismus lässt sich offenbar so lange nicht überwinden, als man sich von theologischer Seite mit einer Geschichtsfälschung zufriedengibt …

M. B.

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1 Kommentar

  1. Zu“Jesus Christus:Was ist belegte Tatsache,was bloße Erfindung?“von Specht.
    Es ist eine Tatsache,daß der Christus des NT eine Erfindung ist.Denn bereits in der Schrift „Clemens Flavius Romanus“ wurde gezeigt wie er erfunden wurde.Durch die Fälschung der ursprünglichen Evangelien.So wurde Christus zum Nazarener.Die falschen Apostel Ascher ben Kipa(nannte sich Kephas-Petrus) ,Jacob ben Ahira(nannte sich Jakobus) und Philon ben Heber(nannte sich Philippus) wurde in der „Urgemeinde des Gottes Christi“ in Rom das judäisch-pseudochristliche Nazarenertum gegründet,indem mit den gefälschten Evangelien und Geld der Rabbiner die Urgemeinde gespalten wurde.
    Marcion hatte noch in Rom geholfen die Urgemeinde zu retten,was auch gelungen war.Aber die Spaltung war vollzogen und aus der judäischen Nazarenergruppe wurde die Katholische Kirche.Wobei anzunehmen ist,daß der Kipa-Petrus als Gründer angesehen wurde.Ist dann später ins gefälschte NT aufgenommen.Marcion wurde ermordet.
    Der Römer Clemens Flavius der zum Judentum konvertiert war,wurde der 1.Papst.
    Die Schrift ist von den Templern überliefert.
    D.H. Christus gab es schon aber eben ganz anders als das NT beschreibt.

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