„Jezus heeft nooit bestaan“

Niederländische Medien berichten, dass der Pfarrer Edward van der Kaaij wegen seiner umstrittenen Thesen von der  Kirche inzwischen Kanzelverbot erhielt. Merkwürdig, dass der Predikant sich gar nicht an G. v. Bergh an Eysinga und andere radikale Vorläufer aus den Niederlanden erinnert und seine Weisheit von der Amsterdamse school bezogen haben will, die in dieser Hinsicht kaum als  traditionsbildend bezeichnet werden kann. 

Vertreter der  (protestantischen) Kirchen in Holland bezeichnen die Bestreitung der Existenz eines historischen Jesus als „Irrlehre“ – und liefern by the way unfreiwillig den Beweis dafür, dass dass Festhalten der Kirchen an der Historizität Jesu offenbar gar nicht historisch, sondern dogmatisch, „lehrmäßig“ begründet wird. Wie wäre es, wenn sie statt dogmatischer Behauptungen erst einmal in eine historische Auseinandersetzung eintreten würden? 

Im letzten Jahrhundert war die niederländische Kirche übrigens schon weiter. Sie ließ G.A. van den Bergh van Eysinga in (relativer) Ruhe leben und lehren. Vielleicht wusste man, das der Mann gewiss ein besserer Wissenschaftler und Christ war als manches „rechtgläubige“  Schaf aus den eigenen Reihen.

Manchmal wird man es müde, die alten Argumente und die abgeleierte Polemik und auch das abgestandene Pathos von damals (Jesus sei nicht an einem mythischen, sondern wirklichen Kreuz für uns gestorben, das Kreuz sei als „Schandmal“ unerfindlich  usw. usw. usw.)  immer wieder zu lesen. Das wurde doch alles schon widerlegt. Wie zumindest die Leser von radikalkritik.de seit nunmehr 15 Jahren wissen…

Für niederländische Leser sei auf diesem Wege das vor Kurzem erschienene Buch „Jezus ontsluierd“ von Riet Okken empfohlen, das alle wichtigen Gesichtspunkte in dieser Frage berührt.

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Deutscher Artikel  Jesus.de

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